7 Dinge, die ich mir auf den Philippinen angewöhnt habe

Das Leben auf den Philippinen und Südostasien im allgemeinen, bringt einige ungewohnte Dinge mit sich. Im Laufe der letzten zwei Jahre, habe ich mir aus diesem Grund einige Eigenheiten angewöhnt, die mein Leben vor bösen Überraschungen bewahren.

Schuhe vor dem Anziehen einmal ausschütteln

Hier auf dem „Land“ gibt es viele verschiedene Tiere, die man so aus Deutschland nicht kennt. Dazu gehören Cockroaches (Kakerlaken), Lizards/Geckos und Tausendfüssler (große). Vor allem in der Regenzeit, suchen sich diese Tierchen natürlich einen halbwegs geschützten Unterschlupf. Damit meine Schuhe nicht als solchen herhalten müssen und ich wohlmöglich eine böse Überraschung erlebe, schüttel ich diese vor dem Anziehen einmal aus. Ich bin wohl übrigens einer der Wenigen, die keine Slippers / Flip-Flops tragen, da ich festeres Schuhwerk einfach angenehmer finde. 🙂

Lizard Philippinen

Essen immer abdecken – auch im Kühlschrank

Wer einmal sein Essen – egal, ob süßes oder herzhaftes, für ein paar Minuten hat stehen lassen, erlebt nicht selten eine ärgerliche Überraschung. Nicht selten wandern hunderte Ameisen um den Teller herum und haben das Essen für sich entdeckt. Dies kann hier im Land eine richtige Plage sein. Deshalb: Immer abdecken!

Vor dem betreten des Badezimmers – Einmal Inspektion

Hört sich komisch an, aber dies mache ich tatsächlich. Immer. Ich öffne die Tür, schalte das Licht ein und halte Ausschau nach Cockroaches oder anderem Getier. Vor allem in der Nacht konnte mich dies schon mehrmals vor einem Herzstillstand bewahren.

Cockroaches auf den Philippinen

Dieses Viecher sind schlau. Und Groß. Gefühlt so groß, wie eine Bankkarte, in der Realität aber locker so groß, wie ein Benzinfeuerzeug. Schnell können sie auch sein. Und robust. Ja, zugegeben, dies sind die Tiere, vor denen ich mich hier am meisten fürchte, zumal ich mir nicht erklären kann, wie diese ins Haus kommen. Selbst im Condo in Mandaluyong gab es welche. Im 39. Stockwerk.

Geld: Immer nochmal in Euro umrechnen

Wer jahrelang mit dem recht teuren Euro leben durfte, wird hier – zumindest am Anfang – erst einmal positiv überrascht sein. Doch die vermeintlichen günstigen Kleinigkeiten, die ja „nur ein paar Pesos“ kosten, summieren sich leicht auf. Nicht selten unterschätzt man es, so wie ich am Anfang, und zahlt zu viel. Manchmal sogar mehr, als in Deutschland.

Ja, Kartenzahlung geht auch – Ach komm, vergiss es!

Auch wenn viele Geschäfte und sogar Krankenhäuser damit werben, Kartenzahlung zu akzeptieren, sollte man sich nicht darauf verlassen. Andernfalls kann es ärgerlich werden, wenn es eine größere Summe wird, da die Bankautomaten hier im Lande (Zumindest BDO) nur 3x 10.000 Pesos pro Tag ausgeben (Knapp 500 Euro). Wer also nicht das Risiko eingehen möchte, mit leeren Händen wieder nach Hause fahren zu müssen, sollte im Vorfeld Bargeld organisieren. Nicht selten funktioniert das Karten-Terminal nicht, da keine Internetverbindung vorhanden, oder es schlicht defekt ist.

Facebook Marketplace, statt SM-Supermarkt

Wer einmal die Preise von Obst und Gemüse, sowie die Fleischqualität ein einem der vielen Supermärkte gesehen hat, wird mit Sicherheit einen kleinen Schock bekommen. Zum Teil einfach völlig überzogen – vor allem dann, wenn man bedenkt, dass ein Einheimischer dies mit seinem Gehalt kaufen soll.

Seit wir umgezogen sind, kaufen wir vermehrt von Personen in der Nachbarschaft, die man hier ganz einfach via Facebook Marketplace findet. Nicht selten spart man hierbei 50% und hat manchmal eine noch bessere Qualität.

 

Habt ihr euch auch irgendwelche Eigenheiten angewöhnt?

Patrick
Ich lebe seit mehr als 2 Jahren auf den Philippinen und berichte regelmäßig über das Leben und schreibe Artikel rund um diesen schönen Inselstaat am Pazifik.